Buch-Review: City of Masks

City of Masks (Stravaganza, #1)City of Masks von Mary Hoffman

Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen

Ich habe dieses Buch zusammen mit vier weiteren aus dieser Reihe vor gefühlt ziemlich langer Zeit geschenkt bekommen und mich jetzt daran gemacht, es zu lesen. Die Geschichte ist ganz nett, hat mich aber nicht wirklich aus den Socken gehauen. Vielleicht bin ich gerade nicht so in der Stimmung für Jugendliteratur, denn ich habe das Gefühl, dass es mir mit etwa 14 deutlich besser gefallen hätte.
Es geht um Lucien, einen 15-jährigen Jungen, der an Krebs leidet und sich gerade von einer Chemotherapie erholt. Sein Vater schenkt ihm ein Notizbuch, mit dessen Hilfe er in eine Art Parallelwelt gelangen kann. Er gelangt vom London der heuten Zeit nach Bellanzza, einer Stadt, die dem Venedig in unserer Welt sehr ähnlich ist, allerdings zur Zeit des 16. Jahrhunderts. Dort trifft er auf Arianna, ein Mädchen in seinem Alter, und Rudolfo, einen Wissenschaftler. Die beiden kümmern sich um ihn und helfen ihm, sich in der Welt und mit seinen Fähigkeiten zurecht zu finden. Rudolfo arbeitet am Hof der Duchessa, der Herrscherin von Bellanzza, sodass Lucien sich eng mit den Geschehnissen am Hof verbunden sieht. Die Duchessa befindet sich in einer politisch kritischen Situation und dass Lucien ihr beinahe zuällig das Leben rettet ist erst der Anfang seiner Abenteuer.

Es fiel mir gar nicht so einfach, diese kurze Zusammenfassung zu schreiben und ich glaube darin liegt auch schon einer der Gründe, wieso mich dieses Buch nicht so richtig mitgerissen hat – mir war nie ganz klar, ob die Geschichte schon begonnen hat, was die wichtigen Teile sind und worauf es hinaus läuft. Die Figuren waren zwar liebenswert, aber ihre Motive und Gefühle und Hintergründe waren mir nicht klar genug herausgearbeitet. Insbesondere der Teil von Luciens Leben, der in der heutigen Zeit spielt wurde eher angerissen und meiner Meinung nach hätte dort eine Menge mehr Arbeit an den Charakteren stattfinden können. Das schwere, aber auch wichtige Thema „schwere Krankheit von Jugendlichen“ wurde zwar erwähnt, aber nicht behandelt, genauso wie, ohne spoilern zu wollen, weitere Schwerpunkte dieses Teils der Geschichte. Aber auch in der Welt von Bellanzza werden beispielsweise die Verwunderung über den Wechsel in eine andere Welt nur sehr am Rande behandelt. Vor allen Dingen am Ende ging es für mich viel zu schnell, die Ereignisse waren mehr hintereinander aufgereiht, wurden aber nicht tiefer ergründet.

Das Buch ist nicht schlecht, lässt aber an Tiefe vermissen. Ich werde in den Folgeband vermutlich auch noch wenigstens reinschauen um einen Überblick zu erhalten, ob die Geschichte, die, wenn ich es dem Cover richtig entnommen habe eine neue Protagonistin hat, dann Fahrt aufnimmt. Wenn nicht werde ich die Serie vermutlich nicht beenden, sondern bei einem ganz netten, wenn auch nicht außergewöhnlich guten Ausflug nach Bellazza belassen.

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