Buch-Review: Miss Julias School of Beauty

Miss Julia's School of BeautyMiss Julia’s School of Beauty von Ann B. Ross
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen

Mein Vorhaben, geografisch vielfältiger zu lesen als ich das sonst tue, hat mich zu diesem Hörbuch geführt, das in den Südstaaten spielt, genauer gesagt in Abbotsville, North Carolina. Dass es sich hierbei (mal wieder) um den Teil einer Reihe handelt, war mir nicht klar, aber okay, es gab viele Rückbeziehungen, sodass ich mich auch ganz gut zurecht gefunden habe, ohne die vorherigen Teile gelesen zu haben.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Miss Julia. Sie ist nicht mehr die jüngste und eine typische Südstaatenlady, die sehr viel Wert auf ihre gesellschaftliche Stellung legt. Kurz vor Beginn dieser Geschichte hat die Sam in einer Nacht und Nebel Aktion geheiratet. Sie war vorher längere Zeit verwitwet und muss sich zunächst wieder an ein Eheleben gewöhnen. Aber es treten unerwartete Komplikationen auf, als sie und Sam erfahren, dass der Priester, der sie verheiratet hat, dazu eventuell gar nicht berechtigt war, sodass ihr Status als verheiratets Paar auf einmal nicht mehr sicher ist. Neben dieser vertrackten Situation, von der natürlich niemand erfahren darf, aber die in Julia auch Zweifel wecken, ob die Hochzeit die richtige Entscheidung war, hat sie außerdem alle Hände voll damit zu tun, bei der Ausrichtung eines Beauty Pagent Events zu helfen, das Spenden für die Polizeiarbeit bringen soll und gleichzeitig ihre beste Freundin davon abzuhalten, eine Feier zu Ehren ihrer Hochzeit zu organisieren.
Die Sprecherin des Hörbuchs hat mir ziemlich gut gefallen, der typische Südstaatendialekt war wunderbar getroffen, aber nicht so doll, dass ich Schwierigkeiten dabei hatte, sie zu verstehen. Die Geschichte an sich war in Ordnung und hat mich an einigen Stellen zum Lachen gebracht, sich aber an anderen ziemlich in die Länge gezogen. Vor allen Dingen kam mir das Hauptproblem – der unsichere Ehestatus – sehr lächerlich vor. Dass es für Julia so ein großes Problem war, zu entscheiden was zu tun sei, anstelle von einem kurzen klärenden Gespräch mit einem ordinierten Pfarrer zu führen hat mir gezeigt, wie sehr sich Kultur und die Moral sich sowohl mit dem Generationswechsel verschoben haben als auch in den Südstaaten besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Ich würde gerne noch einen halben Stern vergeben, bleibe aber bei „It was okay“ anstelle von „I liked it“. Die Miss Julia Reihe werde ich wohl nicht mehr weiterverfolgen, aber bedauert habe ich meinen kurzen Ausflug in Julias Welt nicht.

Alle meine Bewertungen ansehen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s